Soldaten die beten...


Alle haben sie diesen müden

seltsamen Zug in den bleichen Gesichtern:

in ihren Augen zittert ein schüchtern

taumelndes Ahnen von Heimat und Frieden...


Alle tragen sie an den müden

Füßen den Staub von zerwanderten Jahren:

Durch viele Länder sind sie gefahren

und haben noch nicht nach Hause gefunden...


Manchmal nur roten sich ihre Wangen,

wenn sie frohe Kunde erlauschen,

und sie sitzen zusammen und tauschen

flüsternde Reden von süßem Verlangen...


Ihre harten, zerrissenen Hände,

faltet die Demut und kindheitsverwehte

Worte fassen sie still im Gebete:

Herr, mach ein Ende! O Herr, gib ein Ende!...



Wer dieses edele Gedicht geschrieben weiss ich gerade nichts...



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